Endlich ohne Tattoo? 

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Sicherheit und Qualität

Tattooentfernung aus medizinischer Sicht: Was moderne Laser wirklich leisten 

Ein evidenzbasierter Überblick für Patientinnen und Patienten in Konstanz 

Tattoos und Permanent Make-up (PMU) sind für viele Menschen ein Teil ihrer Geschichte. Manchmal passt diese Geschichte irgendwann nicht mehr zu einem. Die Gründe sind vielfältig: ein Motiv entspricht nicht mehr dem eigenen Stil, Farben verändern sich, Konturen wirken unsauber, oder ein Cover-Up ist geplant und das bestehende Tattoo muss zuvor aufgehellt werden. 

Aus medizinischer Sicht ist wichtig: Tattoo- und PMU-Entfernung ist kein „Quick Fix“, sondern ein strukturierter Prozess. Die Laser-Tattooentfernung gilt heute als medizinischer Goldstandard.1 Fortschritte in der Lasertechnologie, insbesondere sehr kurze Pulse (Nanosekunden- und Picosekunden-Systeme), haben die Wirksamkeit und Sicherheit verbessert.2,3 Moderne Systeme mit mehreren Wellenlängen ermöglichen mittlerweile auch die Behandlung komplexer Farben wie Grün oder Türkis.4,6 

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Warum Laser der Standard ist 

Historisch wurden Tattoos unter anderem durch Exzision, Dermabrasion oder chemische Verfahren behandelt. Diese Methoden sind deutlich invasiver und gehen mit höheren Risiken für Narben und Texturveränderungen einher. Laser hingegen wirken selektiv auf Pigmente und können das umliegende Gewebe vergleichsweise schonen. Das Prinzip dahinter basiert auf der selektiven Photothermolyse, bei der gezielte Lichtabsorption eine präzise Wirkung im Zielgewebe ermöglicht.6 

Wie funktioniert Laser-Tattooentfernung? 

Bei der Laserbehandlung werden hochenergetische Lichtimpulse in sehr kurzen Zeitfenstern abgegeben. Tattoo- und PMU-Pigmente absorbieren diese Energie, wodurch die Partikel in kleinere Fragmente zerlegt werden. Diese Fragmente werden anschließend über das Immunsystem schrittweise abtransportiert. Daraus ergibt sich eine zentrale Konsequenz: Entfernung braucht Zeit, und Sitzungsabstände sind medizinisch sinnvoll, damit der Abbauprozess stattfinden kann.1,2 

Wellenlängen und Farben: Warum manche Pigmente schwieriger sind 

Nicht jede Farbe reagiert gleich. Dunkle Pigmente (z. B. Schwarz, Dunkelblau) lassen sich häufig gut behandeln, während helle Pigmente, bestimmte Rot-/Orange-Anteile oder komplexe Mischfarben anspruchsvoller sein können. Der Grund ist physikalisch: Pigmente besitzen unterschiedliche Absorptionsspektren. Mehrere Wellenlängen erweitern daher die therapeutischen Möglichkeiten, insbesondere bei Grün- und Blau-/Türkistönen.4,6 

Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: Eine seriöse, medizinische Einschätzung berücksichtigt Farbe, Pigmenttiefe, Hauttyp und Lokalisation. Pauschale Versprechen sind medizinisch nicht belastbar. 

Nanosekunde vs. Picosekunde: Was sagt die Evidenz? 

Picosekunden-Laser (sehr kurze Pulse) sind eine Weiterentwicklung klassischer Q-switched Nanosekunden-Laser. In der Literatur zeigen Picosekunden-Systeme in vielen Settings eine hohe Effektivität, insbesondere bei schwierigen Farben und bei dem Ziel, schneller sichtbare Aufhellung zu erreichen.3,4,9 Gleichzeitig betonen systematische Übersichten, dass die Studienlage heterogen ist und Ergebnisse von Tattoo-Typ, Farbe und Studiendesign abhängen.3 

Wie viele Sitzungen sind realistisch? 

Die Anzahl der Sitzungen variiert erheblich. Einflussfaktoren sind unter anderem: professionell vs. amateurhaft gestochen, Pigmentfarben, Pigmentdichte, Körperregion, Hauttyp, Vorbehandlungen sowie die individuelle Immunreaktion. Als praxisnahes Instrument zur groben Einschätzung wurde die Kirby-Desai-Skala publiziert.5 Sie kann helfen, Erwartungen zu strukturieren, ersetzt aber nicht die ärztliche Analyse im Einzelfall. 

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Tattoo vs. PMU: Was ist anders? 

PMU ist häufig oberflächlicher als klassische Tätowierungen, liegt aber oft in sensiblen Arealen (Augenbrauen, Lippen, Lidstrich). Gerade am Auge sind besondere Schutzmaßnahmen erforderlich. Zudem können PMU-Pigmente anders zusammengesetzt sein und sich farblich verändern. Das macht eine individualisierte, medizinisch kontrollierte Vorgehensweise besonders wichtig.1,2 

Nebenwirkungen und Risiken: realistisch einordnen 

Typische, meist vorübergehende Reaktionen sind Rötung, Schwellung, lokale Überwärmung, Bläschenbildung oder Krusten. Vorübergehende Hyper- oder Hypopigmentierung kann auftreten, insbesondere bei stärker pigmentierten Hauttypen oder bei intensiver UV-Exposition vor oder nach der Behandlung.1,3 

Das Risiko für Narbenbildung gilt bei fachgerechter Technik, angemessenen Parametern, ausreichenden Sitzungsabständen und guter Nachsorge als gering, ist aber nicht null.1,7 Wichtig sind daher eine klare Aufklärung, ein strukturierter Ablauf und konsequenter Sonnenschutz. 

Sitzungsabstände und Nachsorge: warum Geduld medizinisch sinnvoll ist 

Zwischen den Sitzungen sind mehrere Wochen Abstand üblich. Der Grund ist biologisch: Der Körper benötigt Zeit, um fragmentierte Pigmente über Makrophagen und lymphatische Wege abzubauen.1 Zu kurze Intervalle erhöhen eher das Risiko unnötiger Hautbelastung, ohne den Abbauprozess zu beschleunigen. 

Zur Nachsorge zählen in der Regel: Schutz vor UV-Strahlung, hautberuhigende Pflege, Vermeidung von Sauna/Schwimmbad in den ersten Tagen und das Beachten individueller Hinweise bei sensiblen Arealen. 

Gibt es gesundheitliche Langzeitrisiken? 

Tattooentfernung setzt Pigmentfragmente frei, die anschließend im Körper abgebaut werden. In der wissenschaftlichen Literatur wird die Toxikologie von Tattoo-Inhaltsstoffen und deren Abbauprodukten diskutiert, insbesondere im Kontext bestimmter Pigmentklassen.8 Für Patientinnen und Patienten bedeutet das nicht, dass Laserentfernung „gefährlich“ ist, sondern dass eine medizinisch kontrollierte Indikation, realistische Parametrierung und seriöse Aufklärung entscheidend sind. 

Kosten: warum seriöse Preisangaben meist als Spanne erfolgen 

Kosten hängen wesentlich von Größe, Farben, Pigmentdichte, Lokalisation und dem erwarteten Aufwand ab. Seriöse Anbieter arbeiten daher mit transparenten „ab“-Preisen und einer individuellen Planung. In ärztlichen Settings erfolgt die Abrechnung häufig nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). 

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Fazit

Medizinische Tattoo- und PMU-Entfernung bedeutet Klarheit, Kontrolle und realistische Erwartungen. Laser sind der Standard, weil sie Pigmente selektiv behandeln und gleichzeitig die Haut bestmöglich schonen. Entscheidend sind die richtige Indikation, eine individuelle Planung (Farbe, Tiefe, Hauttyp, Lokalisation) und ein strukturierter Verlauf mit geeigneten Sitzungsabständen. 

Wenn du in Konstanz eine medizinisch fundierte Einschätzung möchtest, beginnt der sinnvollste erste Schritt mit einer Analyse von Pigmenten, Hauttyp und Behandlungsziel (Entfernung oder Cover-up-Aufhellung). 

FAQ zur Tattoo- & PMU Entfernung

Tut es weh? 

 Das Empfinden ist individuell. Kühlung und auf Wunsch lokale Betäubung können die Behandlung erleichtern. 

Ist jede Farbe behandelbar?

Viele Farben sind gut behandelbar, einige helle oder komplexe Mischfarben sind anspruchsvoller. Mehrere Wellenlängen erweitern die Optionen.4,6 

Wie lange dauert der Prozess?

Meist mehrere Monate, abhängig von Sitzungszahl und sinnvollen Intervallen.1 

Bleiben Narben? 

Bei fachgerechter Durchführung ist das Risiko gering, aber nicht null.1,7 

Wissenschaftliche Referenzen 

[1] StatPearls Publishing. Laser Tattoo Removal. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; updated 2024. Available from: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK442007/ 

[2] Kassirer S, et al. Laser tattoo removal strategies: Part II: A review of the state of the art. J Am Acad Dermatol. 2025. (Article in press/online ahead of print). 

[3] Reiter O, et al. Picosecond lasers for tattoo removal: a systematic review. Lasers Med Sci. 2016. Available via PubMed: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27311768/ 

[4] Brauer JA, Reddy KK, Anolik R, et al. Successful and rapid treatment of blue and green tattoo pigment with a novel picosecond laser. JAMA Dermatol. 2012;148(7):820–823. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22801616/ 

[5] Kirby W, Desai A, Desai T, Kartono F. The Kirby-Desai scale: a proposed scale to assess tattoo-removal treatment. J Clin Aesthet Dermatol. 2009;2(3):32–37. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2923953/ 

[6] Anderson RR, Parrish JA. Selective photothermolysis: precise microsurgery by selective absorption of pulsed radiation. Science. 1983;220(4596):524–527. 

[7] Karsai S, Schmitt L, Raulin C. Is Q-switched laser tattoo removal safe? J Dtsch Dermatol Ges. 2014;12(10):922–928. 

[8] Hering H, et al. Health risks associated with tattoo inks and tattoo removal. Arch Toxicol. 2015;89(11):1933–1944. 

[9] Kroma‑Szal A, et al. Medical Applications of Picosecond Lasers for Removal of Pigmented Lesions and Tattoos: A Review. Appl Sci (Basel). 2025;15(9):4719. https://www.mdpi.com/2076-3417/15/9/4719 

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